Janu­ar 2021


Der selige Heimang des hl. Josef

Krank­heit und Lei­den des über­glück­li­chen Josef hat­ten bereits acht Jah­re gedau­ert. Sei­ne edel­mü­ti­ge See­le war im Feu­er­ofen der Geduld und Lie­be zu GOTT von Tag zu Tag rei­ner gewor­den, sein Kör­per aber wur­de mit der Zu­nahme des Alters und der damit ver­bun­de­nen Gebre­chen immer schwä­cher, sei­ne Kräf­te nah­men mehr und mehr ab und so nah­te denn das unver­meid­li­che Ziel des Lebens, an wel­chem alle Kin­der Adams den Sold des Todes bezah­len müs­sen. Aber auch Maria, sei­ne Gemah­lin, war immer sorg­fäl­ti­ger bedacht, ihren Bräu­ti­gam mit uner­müd­li­cher Auf­merk­sam­keit zu pfle­gen; und da sie in ihrer hohen Weis­heit wuss­te, dass sei­ne letz­te Stun­de sehr nahe sei, begab sie sich zu ihrem gött­li­chen SOHN und sprach zu Ihm: „Aller­höchs­ter HERR und GOTT, SOHN des ewi­gen VATERS, HEILAND der Welt! – Durch Dein gött­li­ches Licht erken­ne ich, dass die von Dei­nem ewi­gen Wil­len fest­ge­setz­te Todes­stunde Dei­nes Die­ners Josef her­an­naht. Bei Dei­ner un­-end­li­chen Güte und bei den Erbar­mun­gen, die Du von je­her uns erwie­sen hast, bit­te ich Dich, ihm in jener Stun­de mit Dei­nem all­mäch­ti­gen Arm bei­zu­ste­hen, damit sein Tod kost­bar sei in Dei­nen Augen, wie sein tugend­haf­tes Leben Dir so wohl­ge­fäl­lig gewe­sen ist. Möge er im Frie­den schei­den mit der siche­ren Hoff­nung auf die ewi­ge Beloh­nung für jene Tage, in denen er Dich, SOHN, und mich im Schweis­se sei­nes Ange­sichts ernährt hat. Sei ein­ge­denk sei­ner treu­en Sor­ge um uns, sei­ner Lie­be und Demut, Lie­be und Demut, sei­ner über­aus mehr