Sep­tem­ber 2022
 
 

Der hl. Josef und Herodes

Der hl. Josef ist kei­ne Berühmt­heit im gewöhn­li­chen Sin­ne des Wor­tes. Es lässt sich in den Satz fas­sen: Er war der hei­ligste Gat­te und der bes­te Vater des Men­schen­ge­schlech-tes. Neben die­sem Ver­dienst ver­blasst jedes ande­re, was man von gros­sen Män­nern zu sagen und schrei­ben pflegt. Lesen wir über das Leben des hl. Josef, das so ein­drück­lich und nach­ah­mens­wert ist, z. B. in “Das Leben des hei­li­gen Josef” von C. Baij. 

Die Grös­se die­ses Vaters leuch­tet wohl am bes­ten her­vor in sei­nem Kampf mit Hero­des. Hier wird Josef Held und Mär-tyrer. Josef betont dem Tyran­nen gegen­über sein Eigen­­­tumsrecht auf das Kind, nicht mit Wor­ten, aber mit Taten, und opfert sei­ne Ruhe, sei­ne Exis­tenz, sei­ne Hei­mat, um das Kind zu ret­ten. Nichts beweist so sehr den Ernst der La­ge  als der Umstand, dass wir jeden Augen­blick genö­tigt sind, Din­ge zu bewei­sen, die frü­her zur Selbstverständlich­­keit ge­hörten. In die­ser Zeit der Ent­eig­nung wird die Eigen­tums­frage über­gangen. Bei­spiel: Eltern wer­den die Kin­der weg-genom­men, irgend­wo­hin, kom­men nicht mehr zum Vor­schein. Der Engel sprach: „Nimm das Kind und Sei­ne Mut-ter und flie­he nach Ägyp­ten!“ Josef, der Ver­ant­wort­li­che, erkann­te gleich die Gefahr. Sofort mach­te er sich auf und floh mit Mut­ter und Kind nach Ägyp­ten. Es gibt Fäl­le, in denen die Flucht Tap­fer­keit bedeu­tet und das Ver­har­ren in Ge­fahr Wahn­sinn. Die­ser Fall traf hier bei Josef zu. Er woll­te lie­ber in der Frem­de leben, arbeits­los, aber frei, als sein Liebs­tes dem Tyran­nen ausliefern. 

„Nur Gesin­nungs­ver­wand­te und Nach­ah­mer haben das Recht, sich Ver­eh­rer zu nen­nen. Wer die Grund­sät­ze, mehr

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