Die Geduld des hl. Josef

Er hatte eine unerschütterliche Geduld – bei der Arbeitssuche – auf den langen und mühsamen Reisen – mit den Mit­men­schen; auch mit denen, die ihn geplagt, in der Werk­statt mit unnützem Gerede aufgehalten haben. Geduldig hat er Jahre geharrt auf den Rückruf des Engels, Ägypten wieder zu ver­lassen. Nie bekam jemand von ihm Ungeduld zu spüren.

Bewundern wir diese heilige Geduld Josefs und ahmen wir sie nach, soweit wir es vermögen; bemühen wir uns wenigstens immer wieder darum. Die Geduld des hl. Josef erstrahlt in himm­lischem Glanz, wie alle seine vielen grossen Tugenden.


Nicht ermüden, Geduld zu üben
Der heilige Apostel Jakobus sagt, dass erst die Geduld allem Guten, das man tut, das endgültige Siegel der Vollendung auf­prägt. (siehe Jak 1,4)

Es ist sicher, dass der Teufel mit allen möglichen Mitteln ver­sucht, die Geduld der Diener GOTTES zu ermüden und zu zer­mür­ben. Er möchte uns veranlassen, aufzugeben und das Werk nicht zu Ende zu bringen, welches GOTT  für uns vor­gesehen hat und das oft mit gewissen Schwierigkeiten ver­bunden ist. Es führt zu unserem Heil, den Willen GOTTES immer treu zu erfüllen und den Mut und das Vertrauen nicht zu verlieren, sondern in einer unerschütterlichen Geduld durch­zu­halten.

So ruft uns der hl. Jakobus zu: „Seid geduldig bis zur Ankunft des Herrn …, welche täglich näher kommt.“ (Jak 5,7-8) Die Geduld dauert solange wie unser irdisches Leben, aber wie kurz ist dieses, verglichen mit der Ewigkeit! Seien wir also ge­duldig, denn jeder Tag bringt uns dem HERRN näher.

Der hl. Apostel Paulus sagt uns, dass aus der Drangsal die Ge­duld entsteht, aus der Geduld die Bewährung, aus der Be­wäh­rung die Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zu­schan­den werden. (siehe Röm. 5,4-5) So stärkt die Geduld die Hoffnung und diese wiederum unterstützt die Geduld, indem sie ihr die sichere, krönende Belohnung zeigt.

Josef wusste um die Kürze dieses irdischen Lebens. Aber selbst wenn er für JESUS und Maria unablässig und ohne Ende hätte leiden müssen, hätte er diese Leiden in Liebe an­genommen. Leiden aus Liebe für JESU Gottheit und die reinste Jungfrau, das war sein ... mehr