Josef wünscht das Heil der Menschen

GOTT offenbarte sich Josef manches Mal so klar, dass er viele Geheimnisse der göttlichen Weisheit verstand. So verstand er auch, dass GOTT über alles geliebt werden will. Immer wieder wurde er getragen von der Sehnsucht, dass der Messias bald kommen möge. Josef wusste ja nicht, dass GOTT dazu auch ein Werkzeug braucht, dass es dazu auch die nötige Reife braucht und die Zeit nach GOTTES Plan.

Josef fühlte sich unzulänglich und sagte: „O mein GOTT, wa­rum habe ich nur ein Herz, um Dich zu lieben? Warum können nicht alle Deine Geschöpfe Dich lieben? Ich kann es nicht verstehen, wie die Geschöpfe Dich, den besten VATER, vergessen können.“ Sein Leben richtete er schon ganz darauf aus, dem Messias zu dienen. Wann würde sich diese Ver­heissung erfüllen? In stiller Ergebenheit wartete er. GOTT hatte ihm ein grosses Geschenk versprochen, das schon sehr nahe­lie­gend war.

Josef wurde in den Tempel eingeladen wie andere Männer auch, die vom Stamme David waren. Der diensthabende Tem­pelpriester erklärte ihnen, dass Maria, ebenfalls aus dem Hause David, mit einem Mann verheiratet werden müsse. Alle bekamen einen dürren Mandelzweig, auf dem der jeweilige Name eingeritzt war. Der Hohepriester sagte, auf das Gebet hin möge GOTT den Zweig desjenigen erblühen lassen, der zum Bräutigam Mariens erwählt sei. Josefs Zweig erblühte. Alle waren erstaunt ob dieses Wunders.

Er fühlte sich so unwür-dig und doch wurde sein Herz von solchem Jubel durchflutet, dass er schier ausser sich geriet: „Mein GOTT, woher kommt mir eine solche Gnade, ein solches Glück!” Maria wurde Josef vorgestellt. Der Priester trat hinzu und vermählte sie. Josefs Herz jubelte in übergrosser Freude: „GOTT – die reinste und schönste Jungfrau hast Du mir ge­schenkt. Sie ist meine Braut und ich werde ihr Beschützer sein.” Josef hatte schon lange im Geiste die Seele Marias gesehen – wunderbar und unbefleckt.

Die gegenseitige Liebe und Tugendhaftigkeit störten den Bösen mächtig und er versuchte auf alle Art und Weise, diesen Frieden zu stören. Josef hatte andauernd Prüfungen zu bestehen, die er auch immer mit seiner Braut besprach. Täglich flehten sie um den Messias. Sie sprachen: „Wenn wir das Glück haben zu erfahren, dass der Messias zur Welt ge­kom­men ist, werden wir sogleich ... mehr