Josef mit Maria unter dem Kreuz

„Wenn Ich von der Erde erhöht bin, werde Ich alle an Mich ziehen.“ (Worte JESU) Am Kreuz hat Er uns Menschen mit Sei­nem furchtbaren, bitteren Leiden, Seinem Kostbaren Blute los­ge­kauft, hat uns die Würde als Gotteskinder wieder­ge­ge­ben.

Josef hatte ein sehr schweres Kreuz zu tragen, nebst den Ver­folgungen und Schmähungen vieler Menschen in seinem Le­ben. Er wusste ja von der Heiligen Schrift, dass der Messias kommt und nicht untätig sein wird. Er wusste, dass Er zum Tod am Kreuz verurteilt werden wird. Dieser Gedanke be­drück­te ihn Tag für Tag und die Nächte hindurch. Es war für ihn so quälend und erdrückend. Wenn er nicht mit seiner hei­ligs­ten Braut darüber hätte sprechen können, die ihm auch immer viel Trost zusprach, die unendlichen Verdienste auf­zeig­te und in ihr stilles Gebet aufnahm, wäre er darob ge­stor­ben.

Wie oft fiel er in Ohnmacht, weil er vor Schmerz den Schlaf nicht finden konnte und keine Speise genoss. Der hl. Josef rieb sich in der Arbeit, in der Liebe und in unermesslichem Schmerz um seine Lieben auf.

In den letzten Tagen vor seinem Tod waren seine Seele, sein Geist, sein Leib schier durchsichtig vor Heiligkeit.

Wie Maria sagte, engelgleich hatte er diese Erde verlassen. Nun durfte er aus der Herrlichkeit sehen, wie reich sein eige­nes Leben war, wie unendlich fruchtbar das Leben JESU auf Erden ist, ein einziger Leidens- und Kreuzweg, und was Er da­mit bezweckt, dass Er mit Seinem Tod am Kreuz, mit Sei­nem Kostbaren Blut die Menschen aus der Finsternis der Hölle entreisst.

Josef wartete auf Golgotha auf seine Liebsten. Er stand geis­tig mit Maria unter dem Kreuz, stützte und tröstete sie. Josef sah, was für ein unfassbares Vermächtnis sein geliebter JESUS uns Menschen hinterliess – für alle Zeiten. Das Gröss­te, das Wahrste, das Heiligste, das Einzige und das Ge­heim­nis­volls­te: das Allerheiligste Altarsakrament, dessen Ein­set­zung wir am Hohen Donnerstag begehen dürfen.

Es werden uns Menschen immer die Worte fehlen, gebührend zu danken, weil wir es nicht fassen können. GOTT gibt nur sehr demütigen Seelen einen tieferen Einblick. Wir sollen es wenigstens ... mehr